Test Asus Pundit P4-P5N9300 Barebone-PC inkl. EN8400GS 7

Asus Pundit P4-P5N9300 Barebone
Asus Pundit P4-P5N9300 Barebone

Bereits gestern hatten wir das Vergnügen den Asus Pundit P2-P5G41 zu testen und heute ist ein weiterer Asus Pundit bei uns eingetroffen und diesmal mit höheren Erwartungen, da es sich bei diesem Modell um einen mit zusätzlicher Grafikkarte ausgestatteten Barebone handelt.

Dasselbe Innenleben gibt es übrigens auch im P2-Gehäuse (Pundit P2-P5N9300), daher ist der Test auch für beide Modelle gültig.

Erster Eindruck:

Mit großen Überraschungen haben wir ohnehin nicht gerechnet und wie schon bei all den Vorgängern ist dieselbe Verpackung  und Aufmachung in Vorschein getreten. Trotzdem ist gleich nach dem entfernen des Gehäusedeckels aufgefallen, dass kein CPU-Kühler mit im Lieferumfang enthalten ist. Fehlt beim Pundit P5G41 noch das zweite SATA-Strom/Datenkabel ist es hier dabei.

Note: 1

Wie hat sich der Einbau vollzogen?

Folgende Konfiguration und Komponenten wurde angewandt bzw verbaut:

  • Prozessor Intel Core 2 Duo E5300 boxed
  • 2x 1 GB DDR2-800 RAM Kingston
  • 320 GB Western Digital SATA Festplatte
  • DVD-Brenner LG SATA

Hat man alle Komponenten vorliegen ist der Einbau selbst ein Leichtes und ist in etwa 10 Minuten abgeschlossen. Um an die Steckplätze für die RAM-Module zu kommen muss erst der Käfig mit der Grafikkarte raus gezogen werden, aber das ist kein Aufwand.

Zum Test haben wir den Boxed-Kühler für den Prozessor verbaut, es sind aber auch andere Sockel 775 Kühler bis zu einer Bauhöhe von max. 7,5 cm und einer Breite von max. 9,6 cm möglich.  Zu empfehlen sind Silentkühler, da der verwendete Boxed-Kühler zwar nicht laut, aber dennoch hörbar war.

Zuerst verweigerte der Barebone den Einsatz der RAM-Module von takeMS und zwar die 1GB- und auch die 2GB-Riegel und quittierte einfach den Dienst. Erst bei den Kingston-Riegeln ließ er sich überreden.

Note: 2+

Stromverbrauch und Umweltverträglichkeit

Seit Kurzem haben wir die Rubrik eingeführt und tun damit der GREEN-IT unseren Beitrag.
Die Werte waren wie folgt:

  • PC ausgeschaltet = 0,1 Watt
  • PC im Idle-Modus (Betriebssystem hochgefahren im Leerlauf) = 62 Watt
  • Standby-Modus S3 = 1,5 Watt
  • CPU-Vollast = 78 Watt

Gemessen wurde das Ganze mit dem Energiekostenmesser von Revolt.
Nimmt man die Referenzwerte von früheren Standard-PCs, liegen diese Werte deutlich darunter und der Standby-Verbrauch ist auch ok. Was positiv auffällt, dass gegenüber dem P5G41 der Stromverbrauch im ausgeschaltetem Zustand fast bei Null liegt. Dabei ist durch den größeren CPU und der zusätzlichen Grafikkarte der Verbrauch im IDLE- und bei CPU-Vollast erwartungsgemäß höher ausgefallen.

Note: 2

Anschlüsse und Erweiterungen

Für Erweiterungen steht lediglich noch ein PCIe x1 zur Verfügung.
Beim Prozessor können sowohl die Core 2 Duo als auch die Core 2 Quad eingesetzt werden.
Beim Arbeitsspeicher können zwei Riegel bis max 4 GB RAM eingesteckt werden.
Die Anschlussmöglichkeiten für die Peripherie sind wie folgt:

Vorne

  • 1x Kartenleser, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon, 1x IEEE 1394, 3 x USB 2.0, 1 x eSATA

Hinten

  • 1x HDMI, 2x VGA, 1x DVI-D, 1x Line-In/Line-Out/Mic-in, 1x Surround LR/Side Surround LR/Center LFE, 1x PS/2 Keyboard, 1x PS/2 Maus, 1x RJ45 LAN, 1x S/PDIF-out (Optical), 1x Serial Port, 4x USB 2.0

Das ist für den normalen Einsatz völlig ausreichend.

Lieferumfang

Enthalten sind 2x SATA-Datenkabel, 2x SATA-Stromkabel, Schrauben für optisches Laufwerk, Fernbedienung, Treiber-CD und ein Multilanguage-Handbuch.

Note: 1

Fazit

Wäre die Inkompatibilität mit dem Arbeitsspeicher nicht gewesen, dann wäre der Test äußerst gut ausgefallen. Aber vielleicht holt das Asus mit einem Biosupdate nach. Ansonsten ist der PC sehr edel und für jede Umgebung ein Augenschmaus. Insgesamt wirkt der Barebone sehr ausgereift und auf den Millimeter platz mäßig ausgenützt.

Gesamtnote: 1-

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7 Comments

  1. Hallo,

    erst einmal danke für den Test, ich habe mir den Pundit P2-P5N9300 geholt, und bin erst einmal sehr zufrieden. Nur eins verstehe ich nicht. Laut der Homepage vom Hersteller steht unter Expansions Slots: (Optional: 1 x PCI-e x16 with VGA card, 1 x PCI-e x1)2
    x PCI-e x 1

    Also ich würde gern optional noch ne etwas kräftiger Grafikkarte verwenden und hab noch eine GF 8800 GT rumliegen aber die passt ja scheinbar nicht rein (Konflikt mit Intel-Boxed-Kühler). Kann mir jemand eine alternative empfehlen?

  2. Vielen Dank, daß Ihr solch ausführliche Tests mit gutem Bildmaterial anbietet.
    Ich finde das Design und die technische Ausstattung des aktuellen P5n9300 sehr gelungen.
    Leider stimmt dies wieder mal nicht mit dem Service von Asus überein (umfangreiche Berichte im ct-Magazin). Nach wie vor (11/09) finden sich keine Windows-7-Treiber auf der Homepage und die aktuellen Prozessoren wie z. B. der sehr empfehlenswerte Dual Core E6300 2,8 GHz werden nicht aufgeführt. Im Lieferumfang sind die Treiber natürlich auch nicht. Hier kann also Note “1” nicht weiter bestehen bleiben. Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit Windows 7 oder sollte man die Alternative P5G41 nutzen – für die übrigens Windows-7-Treiber angeboten werden – und diese dann mit einer hochwertigeren Grafikkarte “aufpumpen”?
    Außerdem schafft es Realtek mit gefühlten 99,9% Marktanteil bei den Onboard-Soundkarten seit mehreren Jahren nach wie vor nicht, ASIO-Kompatibilität für semiprofessionelle Musiksoftware fertigzustellen. Hat jemand hier vielleicht Lösungen?

    1. Da muss ich Ihnen in allen Punkten bis auf einen Recht geben und zwar ist der E6300 Prozessor aufgeführt in der Asus Kompatibilitätsliste. Es werden in der Tat keine Windows 7 Treiber angeboten und das ist natürlich schon eine schwache Leistung von Asus. Da werden wir in Zukunft in unseren Test dies auch mit einfließen lassen und bewerten. Zur Not können aber Treiber (Chipsatz und Grafik) von der NVIDIA-Seite runter geladen werden. Die Soundtreiber von Realtek. Apropos Realtek-Treiber, auch hier gebe ich Ihnen völlig Recht mit der ASIO-Kompatibilität. Es wäre schon lange Zeit dies anzubieten, aber momentan kommt man an einer zusätzlichen Soundkarte nicht rum um semiprofessionelle Musiksoftware einzusetzen. Da die Onboardsoundkarten sowieso meist nur 16-Bit-Wandler anbieten ist eine zusätzliche Soundkarte mit 24-Bit-Auflösung empfehlenswert.

  3. Vielen Dank fürs schnelle Antworten. Den Intel E6300 mit 2,8 GHz – nicht mit dem alten 1,86 GHz zu verwechseln – sehe ich nach wie vor nicht in der P5n9300-Kompatibilitätsliste. Habe selbst eine Fax-Anfrage an Asus gestellt, die prompt beantwortet wurde – dieser Service geht soweit i. O. Sinngemäß wird wohl mit Hochdruck an den W7-WHQL-Zulassungen für die neuen Geräte gearbeitet. Die älteren Modelle liegen dabei etwas zurück, sollten aber im Laufe der nächsten Wochen aktualisiert werden. Zur E6300-2,8GHz-Kompatibilität hieß es, daß die nur für Intelboards einwandfrei nachgewiesen wurde. Laut NVIDIA wäre dieser Prozessor aber problemlos zu nutzen. Asus kann aktuell aber nach noch nicht vorliegenden Tests keine 100%ige Gewährleistung übernehmen, sieht aber auch keine technischen Probleme.
    Werde diese Woche das Barebone damit zusammenbasteln und ggf. auch noch ne preiswerte 24-bit-Asio-Soundkarte implementieren sowie die NVIDIA 730i-Treiber nutzen – Tipp war gut. Mal sehen, ob sich eine gute PCI-Steckkarte finden läßt. Schaufle erstmal Windows 7 Prof. 32 bit rauf. Angeschlossen wird ein ASUS-TFT-24-Zoll-Display (VW 246). Weitere Komponenten: Kingston 4GB RAMKit 2x2GB DDR2 CL6, LG GH22LP20, Samsung Spinpoint F3 HD103SJ 1TB 3,5 Zoll SATA.
    Kann mich ja nochmals melden, wie die Sache läuft. Viele Grüße!

  4. Hallo,
    auch ich habe den P4-P5N9300 seit ca. 2 Wochen. Nun frage auch ich mich, welche Grafikkarte man denn nun in diesen “PCIe X16_1” [so steht es bei mir auf dem Board] reinstecken kann.
    Wäre eine HD 4650 low profile möglich und würde die mir im Vergleich zur 9300 Onboard-Lösung was bringen?
    Danke im voraus…

  5. Ich habe mir auf den P5N9300 Windows 7 Pro gespielt, der Rechner läuft auch ganz gut damit. Ärgerlich ist tatsächlich noch die fehlende Treiberunterstützung. An meinem eSATA-Port wird die externe Platte nicht erkannt, auch schon im BIOS nicht. Also warte ich auf ein BIOS-update.

    Zur Verarbeitung: Der Rechner sieht ja gut aus, was mit ein Kaufgrund war, aber ich war nach dem Auspacken maßlos enttäuscht. Die Frontblende ist billiges Plastik mit drei Haltenasen, die filigraner nicht hätten sein können. Die erste fiel mir schon beim Öffnen des Gehäuses entgegen. Die Gehäuseabdeckung ist auf dem Stand der 90er Jahre. So ein Gefriemel beim Zusammenbau war ich leider nicht mehr gewöhnt. Nach meinem Shuttle (deutlich wertiger verarbeitet) und einem Dell-Desktop (servicefreundlich) kam ich mir vor, als wenn die Zeit um 15 Jahre zurückgedreht wurde. Keine Angst, ich bin weder grobmotorisch noch technisch unbedarft. ;o)

    Schlimm finde ich auch, daß man den Rechner eigentlich nicht im Liegen betreiben kann – zumindest nicht, wenn man die Frontanschlüsse nutzen möchte, die Blende geht dann nicht auf. Sorry – beides zusammen ist für mich Note 4- – und das auch nur, weil die Optik die Note etwas aufwertet.

    Die technische Seite ist zum Glück das, was ich erwartet habe. Mal sehen, wie lange der Kleine seinen Dienst verrichten wird.

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