Ingenieurbüros, Kanzleien, Labore und Stiftungen haben oft dasselbe Problem: Eine wichtige Anwendung läuft nur unter Windows XP oder Windows 7, für E-Mail, Internet und aktuelle Programme braucht es aber ein aktuelles Windows. Ein zweiter Rechner kostet Platz. Die Lösung ist ein Dualboot-PC, der beim Start das gewünschte System lädt.
Eine Platte oder zwei?
Dualboot geht auf zwei Arten:
| Eine Festplatte, zwei Partitionen | Zwei getrennte Festplatten | |
|---|---|---|
| Auswahl beim Start | Bootmenü von Windows fragt nach dem System | Bootmenü des Mainboards oder Bootreihenfolge im BIOS |
| Fällt ein System aus | Bootmanager kann beide Systeme blockieren | anderes System bleibt unberührt |
| Updates von Windows 10 | können den Bootmanager überschreiben | betreffen nur die eigene Platte |
| Gegenseitiger Zugriff | beide Systeme sehen sich, Windows 10 kann die XP-Partition verändern | lässt sich trennen |
| Platte tauschen | beide Systeme betroffen | einzeln möglich |
Wir bauen Dualboot-Rechner deshalb mit zwei getrennten Platten. Das ist robuster, und jedes System lässt sich unabhängig sichern, tauschen oder neu installieren.
So wechseln Sie zwischen den Systemen
- Die Platte mit dem System, das Sie am häufigsten nutzen, steht im BIOS an erster Stelle. Der Rechner startet ohne Nachfrage dieses System.
- Brauchen Sie das andere System, rufen Sie direkt nach dem Einschalten das Bootmenü des Mainboards auf (je nach Hersteller z. B. F8 oder F11) und wählen die zweite Platte.
Wer lieber bei jedem Start gefragt werden will, kann einen Bootmanager einrichten, etwa mit dem Programm EasyBCD auf der Windows-10-Platte. Das haben wir 2024 für eine Stiftung mit Windows 7 und Windows 10 so gebaut. Entfernen lässt sich der Bootmanager wieder, indem man den Eintrag in EasyBCD löscht oder im BIOS direkt von der gewünschten Platte startet.
Worauf Sie bei der Bestellung achten sollten
- Bitbreite für jedes System angeben. Windows 7 32 oder 64 Bit? Bei einer Bestellung wurde Windows 7 als 64 Bit statt 32 Bit erwartet. Wir lassen uns das bei Dualboot inzwischen ausdrücklich bestätigen. Am einfachsten im Bestellkommentar. → 32 oder 64 Bit?
- Arbeitsspeicher passend wählen. Läuft nur ein 32-Bit-System, reichen 4 GB. Mehr nutzt nur das 64-Bit-System.
- Grafik. Für XP braucht es meist eine Grafikkarte mit XP-Treiber, weil die Onboard-Grafik neuerer Boards keinen hat. → Onboard-Grafik ohne Treiber
- Internet nur über das aktuelle System. Das alte System bleibt offline. Das ist der eigentliche Sicherheitsvorteil eines Dualboot-PCs.
Ein bekanntes Ärgernis: CHKDSK bei jedem XP-Start
Bei Dualboot mit XP und Windows 10 prüft XP manchmal bei jedem Start die Platten. Ursache und Abhilfe stehen im Artikel Windows XP startet jedes Mal CHKDSK.
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- Dualboot-PC in der Kategorie Windows XP & 7 Rechner
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