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PC schaltet sich von selbst ein: Wake-on-LAN, Intel AMT und Doppelstart

Ein heruntergefahrener Rechner, der ohne Zutun wieder angeht, sorgt für Unruhe, vor allem wenn eine Maschine daran hängt. In den meisten Fällen steckt keine Störung dahinter, sondern eine Funktion, die aufwecken soll: Wake-on-LAN, Intel AMT oder eine BIOS-Einstellung für den Neustart nach Stromausfall.

Der Zwei-Minuten-Test

  1. Rechner herunterfahren.
  2. Netzwerkkabel ziehen.
  3. Abwarten, ob er wieder angeht.

Bleibt er aus, kommt das Wecksignal über das Netzwerk. Geht er trotzdem an, liegt es an einer BIOS-Einstellung oder an der Hardware.

Ursache Netzwerk: Wake-on-LAN und AMT

Wake-on-LAN erlaubt, einen Rechner über das Netzwerk einzuschalten. Manche Netzwerkkarten reagieren aber nicht nur auf das gezielte Wecksignal, sondern auch auf normalen Netzwerkverkehr, etwa regelmäßige Anfragen des Routers. Der Rechner geht dann zum Beispiel alle 15 Minuten an. So war es 2026 bei einem XP-Rechner auf einem Intel-DQ45CB-Mainboard. Auf Business-Boards von Intel kommt Intel AMT (Fernwartung) als zweite mögliche Quelle dazu.

Abschalten:

  • Windows XP: Gerätemanager → Netzwerkadapter → Eigenschaften → Energieverwaltung → Haken bei „Gerät kann den Computer aus dem Standbymodus aktivieren“ entfernen.
  • Windows 7: gleicher Weg, zusätzlich „Nur Magic Packet kann den Computer aus dem Standbymodus aktivieren“ setzen, falls Wake-on-LAN gebraucht wird.
  • BIOS: Wake on LAN, „Power On by PCI/PCIe“ bzw. PME und, falls vorhanden, Intel AMT abschalten.
  • Hilft das nicht: BIOS und Intel Management Engine aktualisieren.

Ursache BIOS: Neustart nach Stromausfall

Viele Firmenkunden wünschen ausdrücklich, dass ihr Rechner nach einem Stromausfall von selbst startet, damit die Maschine weiterläuft. Dafür gibt es im BIOS die Einstellung „Restore on AC Power Loss“ mit den Werten Power On, Power Off oder Last State. Steht sie auf Power On, geht der Rechner nach jeder Unterbrechung der Stromversorgung an, auch wenn nur die Steckdosenleiste geschaltet wurde. Gewünscht oder nicht, das sollten Sie bewusst einstellen.

Weitere Wecker im BIOS: zeitgesteuertes Einschalten („RTC Alarm“ bzw. „Power On by RTC“) und Einschalten per Tastatur oder Maus.

Kurzes Ein-Aus beim Start („Doppelstart“)

Geht der Rechner beim Einschalten kurz an, wieder aus und dann richtig an, ist das meist harmlos. Häufig führt die Intel Management Engine vor dem eigentlichen Start einen Selbsttest durch, oder das BIOS übernimmt geänderte Einstellungen. Auch hier hilft oft ein BIOS-Update.

Wenn Wake-on-LAN gewünscht ist, aber nicht funktioniert

Das umgekehrte Problem gibt es auch: Rechner sollen per Netzwerk geweckt werden, reagieren aber nicht. In einem Fall bei einer Schule wachten von baugleich aussehenden Mini-PCs nur die älteren auf. Die hatten einen Intel-Netzwerkchip, die neueren einen anderen Chip, der laut Treiber nur aus dem ausgeschalteten Zustand aufwecken kann, nicht aus dem Standby. Wenn Wake-on-LAN wichtig ist: vor dem Kauf auf den Netzwerkchip achten.

Passende Rechner

Bei unseren Windows XP Industrie-PCs und Windows 7 Industrie-PCs stellen wir das Verhalten nach Stromausfall auf Wunsch vor dem Versand ein. Schreiben Sie es in den Bestellkommentar.

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